Entgegen der (wohl herrschenden) Ansicht handelt es sich bei den vom Provider zu erteilenden Daten (IP-Adresse) um Verkehrsdaten und nicht um Bestandsdaten.

Die Verhältnismäßigkeit der Verpflichtung des Providers, Verbindungsdaten gem. §§ 100 g; 100 h StPO herauszugeben fehlt in Fällen der Bagatellkriminalität.
Ein strafrechtlich relevanter Schaden ist in Fällen des Herunterladens von MP3-Musik-Dateien nicht ohne weiteres eingetreten. Dies ergibt sich schon daraus, daß nicht als sicher unterstellt werden werden kann, daß derjenige, der sich auf diesem Wege kostenlos ein Musikstück runterlädt, andernfalls Geld für dieses Musikstück ausgegeben hätte.
Der Vergleich dieser Fälle mit Ladendiebstählen liegt nahe. In Deutschland werden jährlich etwa Waren im Wert von 2,2 Milliarden EURO gestohlen. Dies aber würde sicher nicht rechtfertigen, eine hier in Rede stehende Maßnahme nach §§ 100 g, 100 h StPO in Betracht zu ziehen, um den Dieb eines Kaugummis im Wert von 30 Cent zu ermitteln.
Schließlich ist eine Studie der Harvard Universität aus dem Jahre 2004 zu berücksichtigen, wonach der Musikindustrie durch Tauschbörsen tatsächlich nur ein gegen Null tendierender Schaden entstehe.

Die §§ 106; 108 UrhG sehen eine Strafbarkeit nur bei vorsätzlicher Begehung vor.

Einer weiteren Studie zufolge (US Patent and TRademark Office, 2006) wiesen einige der erforderlichen Programme Komponenten auf, die einen Zwangsuplaod zur Folge hätten, ohne daß der Nutzer dies erkennen könne.