Zur Verhältnismäßigkeit einer Anordnung nach § 81 g StPO für die Entnahme von Körperzellen gehört, daß eine hinreichend konkrete hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, daß gegen den Betroffenen erneut Strafverfahren wegen Straftaten von erheblicher Bedeutung zu führen sein werden (Erwartung eines Aufklärungserfolges).

Soweit bereits bei den “zu erwartenden” Straftaten ein Aufklärungserfolg aus einem DNA-Identifikationsmuster nicht zu erwarten ist (etwa bei Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung, falsche Verdächtigung, Anstiftung zum Meineid, Betrug etc.), ist die Verhältnismäßigkeit einer solchen Anordnung nicht gegeben.