Eine gemeinschädliche Sachbeschädigung (hier: durch Graffiti) gem. § 304 II StGB setzt neben einer nicht nur unerheblichen und Vorübergehenden Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes auch eine Beeinträchtigung der öffentlichen Funktion des Tatobjektes voraus.

Damit ist dieser Tatbestand nicht durch das einfache Besprühen eines Starkstromkasten des ÖPNV verwirklicht. Der im Unterschied zu § 303 StGB höhere Strafrahmen rechtfertigt sich nämlich nur durch das weitere Erfordernis der Funktionsbeeinträchtigung, was durch Farbanbringungen hier nicht gegeben ist.