Die Anordnung einer Blutentnahme nach § 81 a II StPO steht unter einem Richtervorbehalt. Strafverfolgungsbehörden müssen daher regelmäßig versuchen, eine Anordnung des zuständigen Richters zu erlangen, bevor sie selbst eine Blutentnahme anordnen.

Bei anstehenden Blutentnahmen (z.B. bei Trunkenheitsfahrten) werden Ermittlungsbehörden zumindest tagsüber um eine richterliche Anordnung nicht herum kommen.

Blutentnahmen, die ohne richterliche Anordnung vorgenommen werden, obschon diese hätte eingeholt werden können, dürften insofern zu einem Beweisverwertungsverbot führen. Dies ergibt sich auch aus der jüngeren Rechtsprechung des BVerfG zu den Beweisverwertungsverboten bei Durchsuchungsmaßnahmen.