Bei einer Handwerkerrechnung setzt der Vorwurf des (versuchten) Betruges zum Nachteil des Kunden objektiv voraus, daß die Rechnung nicht erbrachte Leistungen enthält oder, sei es insgesamt oder in einzelnen Positionen “krass überhöht” ist.

Nicht jeder “Ausreißer nach oben” in einer Handwerkerrechnung ist ein (versuchter) Betrug. Die Schwelle zur Strafbarkeit ist erst bei einem auffälligen Mißverhältnis von Leistung und Gegenleistung überschritten. Eine solche Auffälligkeit ist anzunehmen, wenn die “Grenze des Doppelten” der üblichen Vergütung, die nach § 632 II Alt. 2 BGB als vereinbart anzusehen ist, erreicht oder überschritten ist.