Die Verwirklichung des Tatbestandes des (Unterlassungs-) Deliktes der Beitragsvorenthaltung gemäß § 266a Abs.1 StGB setzt voraus, dass die Abführung der Beiträge dem Täter zum Zeitpunkt der Fälligkeit möglich und zumutbar ist, denn die Unmöglichkeit normgemäßen Verhaltens lässt die Tatbestandsmäßigkeit bei Unterlassungsdelikten entfallen. Demgemäss kann es bei tatsächlicher Unmöglichkeit des Arbeitgebers mangels Zahlungsfähigkeit zum maßgeblichen Zeitpunkt an einer Tatbestandsverwirklichung fehlen (vgl. auch BGH NStZ 2002, 547 ff m.w.N.; OLG Frankfurt StV 1999, 32; OLG Hamm im Beschluss vom 6. Mai 2002 2 Ss 318/2002; OLG Celle, NJW 2001, 2985 f., das insoweit seine bisherige Rspr. aufgibt ( s. NStZ 1998, 562 f. ); ebenso 4. Strafsenats des OLG Hamm im Beschluss vom 19. Oktober 1999 in 4 Ss 945/99 ).